Berlin, 6. Februar 2017. Die Aussage des neuen US-Präsidenten, Donald Trump, “Es gibt viele Mörder, wir haben viele Mörder. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?” ist eine mittlere Revolution. Widerspricht er damit doch der offiziellen Lesart US-amerikanischer Außenpolitik. Dazu erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Dirk Driesang:

„Angeblich geht es den USA immer um den Aufbau der Demokratie, um offene Märkte, freie Presse, Menschenrechte. Das ist die klassische Version des ‚guten Amerika‘, die einen Hauptbestandteil US-amerikanischer außenpolitischer Erzählung darstellt. Noch nie wurde diese Erzählung so klar von einem Präsidenten der USA in Frage gestellt, ja geradezu konterkariert.

Wenn Trump auf diesem Pfad weitermacht, dann bricht er mit einer mehr als 100jährigen Tradition einer ‚USA-Erzählung‘ und offenbart einen ehrlicheren Blick auf die zurückliegende Zeit als alle seine Vorgänger. Dieser ehrliche Blick wäre allerdings erste Voraussetzung für die Verbesserung einer geopolitischen Situation wie sie u.a. laut George Friedman und Samuel Huntington besteht.

Trumps Satz ist somit wirklich eine Bombe, allerdings in einem ganz anderen Sinn, als viele Auguren meinen. Donald Trump zeichnet als Präsident der USA einen historischen, möglicherweise gar epochalen Ausweg zumindest grundsätzlich in den Sand – und fast niemand hat es bemerkt. Mir geben Trumps Äußerungen Anlass für Zuversicht.“

Drucken