Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) hat auf seiner gestrigen Sitzung beschlossen, von einer unabhängigen Kanzlei prüfen zu lassen, ob die Polizeiführung am 1. Mai 2018 in Essen verhältnismäßig handelte. Beamte hatten den AfD-Politiker Guido Reil auf einer 1. Mai-Demonstration in Essen festgesetzt, weil ein Sicherheits-Begleiter Reils Pfefferspray bei sich trug. Einem daraufhin auch gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis kam Guido Reil nicht nach. Daraufhin wurde er drei Stunden – ohne Schuhe und ohne Brille – in einer Zelle festgehalten.

„Bei unserem Parteifreund Guido Reil scheint die in Essen eingesetzte Polizeiführung nicht mit Augenmaß gehandelt zu haben. Das ist so nicht hinnehmbar. Deshalb werden wir in diesem Fall – der hoffentlich die absolute Ausnahme des ansonsten in der Regel untadeligen Verhaltens der Polizei bleibt – rechtliche Mittel ausschöpfen, um das Fehlverhalten der Polizeiführung in diesem Fall feststellen bzw. ahnden zu lassen“, kündigt Bundesprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen an.

„Die Polizeiführung hätte sicherlich nicht so überzogen gegen Herrn Reil agiert, wäre er noch Mitglied bei der SPD. Es handelt sich bei der Festnahme Herrn Reils wohl um eine in Deutschland typisch gewordene Übersprungshandlung gegen die AfD“, ergänzt Bundessprecher Dr. Alexander Gauland.

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