Berlin, 17. April 2020. Die stellvertretende Bundessprecherin Dr. Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, kritisiert Pläne der EU-Kommission für einen „Wiederaufbaufonds“ in Billionenhöhe, der von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und den EU-Südstaaten  im Rahmen des EU-Haushalts für die Zeit nach der Corona-Krise geschnürt werden soll:

„EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die EU-Südstaaten basteln gerade das nächste Trojanische Pferd, mit dem sie uns die rechtswidrige Vergemeinschaftung von Staatsschulden über gemeinsame Anleihen unterjubeln wollen. Eurobonds bleiben Eurobonds und sind illegal und unsolidarisch, auch wenn die EU-Kommission selbst diese Schuldtitel begeben will und die Mitgliedstaaten im Rahmen des EU-Haushalts dafür haften sollen.

Frau von der Leyen ist mit ihrer Schwäche und Orientierungslosigkeit drauf und dran, die EU in die Luft zu sprengen. Ist der Sündenfall in Billionenhöhe erst einmal begangen, ist weiteren unersättlichen Forderungen Tür und Tor geöffnet. Dann wird auch die formale Haftungsbegrenzung sehr schnell Makulatur sein.

Die Corona-Krise betrifft alle europäischen Staaten. Sie taugt daher nicht als Vorwand für EU-weite finanzielle Kraftakte, mit denen die EU-Kommission letztlich die Entmachtung der Nationalstaaten weiter vorantreibt. Für den eigenen Staatshaushalt und die eigenen Staatsfinanzen ist jeder Mitgliedstaat selbst verantwortlich, das ist die rechtliche und vertragliche Grundlage der EU und des Euro. Wer die Krise ausnutzt, um dieses Prinzip noch weiter auszuhöhlen, zerstört am Ende beides“, sagt Weidel.

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